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Ich sehe was was du nicht siehst

Beobachtung und Dokumentation in der pädagogischen Arbeit

„Kinder sind doch nötig auf der Welt, und gerade so, wie sie sind.” Für Betreuer heißt diese Aussage von Janusz Korczak, dass wir unsere Kinder dort abholen, wo sie stehen. Gerade unsere Jüngsten sind noch darauf angewiesen, dass wir in ihren vielfältigen Ausdrucksformen „lesen” können, um zu erfassen, was sie uns mitteilen möchten. Um Stärken zu stärken, bei Schwächen zu unterstützen und Impulse zu setzen, wo es notwendig ist, müssen wir den Kindern mit offenem Geist begegnen und sie kennen lernen.
Bei Beobachtung geht es nicht darum, nach Fehlern oder Schwächen zu suchen, sondern den Blick auf Interessen und Entwicklungspotentiale zu richten. Jedes Kind ist von seinem ersten Lebenstag an mit Forscherdrang, Wissensdurst und Kompetenzen ausgestattet, die es ihm erlauben, an seiner Umwelt Anteil zu nehmen und auch auf sie einzuwirken.

Inhalte

In der Fortbildung werden verschiedene Methoden der Beobachtung und Dokumentation aufgezeigt. Neben bestehenden Modellen gilt es, eigene individuelle Konzepte zu entwickeln.

Durch gezielte Beobachtung kann der Betreuer

  • sich ein Bild über jedes Kind, seinen Entwicklungsstand, seine Gefühlslage und seine sozialen Kontakte machen
  • Anzeichen für Entwicklungsrisiken rechtzeitig erkennen
  • Kompetenzen und Ressourcen des Kindes sehen
  • die Qualität seiner pädagogischen Arbeit sichern, indem er das eigene pädagogische Handeln reflektiert und damit die eigene Qualifikation weiter entwickelt
  • die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern positiv unterstützen
  • den Tagesablauf besser planen
  • eine Grundlage für den Austausch mit Eltern, Fachdiensten und Schulen schaffen
Methoden

Theorieinputs, Vorstellung verschiedener Beobachtungs- und Dokumentationsmethoden, Einzel- und Gruppenarbeit, praktische Übungen

Empfohlene Dauer

1 Tag

Leitung

Susanne Reiberger
Jahrgang 1968, Erzieherin, Journalistin, Redakteurin bei einem pädagogischen Fachverlag, Familienbeauftragte.
10jährige Leitungstätigkeit Kindergarten, Leiterin der Integrativen Kunst- und Musikschule Allgäu.
Berufserfahrung in heilpädagogischem Heim, Jugendarbeit, Behindertenbereich, Leiter­in von Jugen­d- und Mutter-Kind-­Gruppen.
Weitere Qualifikationen in Beobachtung und Dokumentation, Konzeptionsentwicklung, Religionspädagogik, Musikpädagogik, lösungsorientierter Kurzzeitberatung in der psycho­sozialen Arbeit, Selbstmanagement, Gewalt-, Sucht-, Drogenprävention, English Conversation.

Gebühr

Tagessatz 450,– € bis 6 Teilnehmer
jeder weitere Teilnehmer 75,– €

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